Eigenleben und radikale Autonomie im Film Tunguska. Die Kisten sind da

Knapp L (2019)
In: Christoph Schlingensief und die Avantgarde. Knapp L, Lindholm S, Pogoda S (Eds); Paderborn: Fink: 93-110.

Sammelwerksbeitrag | Veröffentlicht | Deutsch
 
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Autor*in
Herausgeber*in
Knapp, Lore ; Lindholm, Sven; Pogoda, Sarah
Abstract / Bemerkung
n Christoph Schlingensiefs erstem Langfilm Tunguska. Die Kisten sind da1 geht es um drei Avantgarde-Forscher, die sich für Filme interessieren und über das Sehen philosophieren. Ihre Kostüme sind an die Uniformen der Soldaten des Ersten Weltkriegs angelehnt. So wird ein Bezug zur militärischen Metaphorik der historischen Avantgarde hergestellt. Zunächst jedoch verfolgen wir den Ausflug eines jungen Paares, das in der Gegend eines Steinbruchs mit dem Auto liegen bleibt. Auf der Suche nach Benzin begegnen sie seltsamen Gestalten und übernachten in einem verfallenen Gebäude, in dem sie die drei Avantgardeforscher kennenlernen. Ihre Suche trifft sich hier mit der Thematik des Forschens, die sich als roter Faden durch die sprung- und lückenhafte Handlung2 zieht. Im Laufe des Zusammenseins im Haus am Steinbruch werden avantgardistische Filme vorgeführt. Dass der Blick parallel zunehmend auf die Schwierigkeiten und Aggressionen der Personen gelenkt wird, lässt sich als Kritik an der verstörenden und zerstörerischen Wirkung der Filme verstehen. Daraus ergibt sich die Frage, ob die historischen Avantgarden von Schlingensief als Muster oder eher als Punkt der Abstoßung thematisiert werden, ob er sich in die Tradition einreiht oder bewusst davon löst. In diesem Aufsatz werden zunächst avantgardistische Aspekte von Tunguska analysiert. Im Anschluss geht es um die Brandflecken in der Filmrolle als früher Ausdruck der Denkfigur vom Eigenleben der Kunst, die auch Schlingensiefs spätere Arbeiten prägte. Vor dem Hintergrund der Varianten des Ineinanders von Kunst, Leben und Sterben zwischen Entgrenzung und radikaler Autonomie der ästhetischen Äußerung wird Schlingensiefs Vorgehen in ein Verhältnis zur Theorie der Avantgarde gesetzt.
Erscheinungsjahr
2019
Buchtitel
Christoph Schlingensief und die Avantgarde
Seite(n)
93-110
ISBN
978-3-7705-6413-2
eISBN
978-3-8467-6413-8
Page URI
https://pub.uni-bielefeld.de/record/2963104

Zitieren

Knapp L. Eigenleben und radikale Autonomie im Film Tunguska. Die Kisten sind da. In: Knapp L, Lindholm S, Pogoda S, eds. Christoph Schlingensief und die Avantgarde. Paderborn: Fink; 2019: 93-110.
Knapp, L. (2019). Eigenleben und radikale Autonomie im Film Tunguska. Die Kisten sind da. In L. Knapp, S. Lindholm, & S. Pogoda (Eds.), Christoph Schlingensief und die Avantgarde (pp. 93-110). Paderborn: Fink. https://doi.org/10.30965/9783846764138_012
Knapp, L. (2019). “Eigenleben und radikale Autonomie im Film Tunguska. Die Kisten sind da” in Christoph Schlingensief und die Avantgarde, Knapp, L., Lindholm, S., and Pogoda, S. eds. (Paderborn: Fink), 93-110.
Knapp, L., 2019. Eigenleben und radikale Autonomie im Film Tunguska. Die Kisten sind da. In L. Knapp, S. Lindholm, & S. Pogoda, eds. Christoph Schlingensief und die Avantgarde. Paderborn: Fink, pp. 93-110.
L. Knapp, “Eigenleben und radikale Autonomie im Film Tunguska. Die Kisten sind da”, Christoph Schlingensief und die Avantgarde, L. Knapp, S. Lindholm, and S. Pogoda, eds., Paderborn: Fink, 2019, pp.93-110.
Knapp, L.: Eigenleben und radikale Autonomie im Film Tunguska. Die Kisten sind da. In: Knapp, L., Lindholm, S., and Pogoda, S. (eds.) Christoph Schlingensief und die Avantgarde. p. 93-110. Fink, Paderborn (2019).
Knapp, Lore. “Eigenleben und radikale Autonomie im Film Tunguska. Die Kisten sind da”. Christoph Schlingensief und die Avantgarde. Ed. Lore Knapp, Sven Lindholm, and Sarah Pogoda. Paderborn: Fink, 2019. 93-110.

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