Partizipative Forschung mit Menschen mit Behinderungen. Ein Beispiel für die Umsetzung partizipativer Gesundheitsforschung in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)

Gillitzer S, Thienel C, Duda A, Renner J, Hornberg C (2021)
Prävention und Gesundheitsförderung 16: 9 Seiten.

Zeitschriftenaufsatz | Veröffentlicht | Deutsch
 
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Abstract / Bemerkung
Hintergrund Partizipative Gesundheitsforschung (PGF) gewinnt zunehmend an Bedeutung. Durch die Beteiligung der zu beforschenden Zielgruppe können lebensweltnahe, praxisorientierte Ergebnisse generiert und gesundheitsbezogene Veränderungen angestoßen werden. Dies bietet auch Potenziale zur Verbesserung der Teilhabe und Gesundheit von Menschen mit Behinderungen. Viele Forschungsprojekte setzen jedoch nur niedrige Stufen der Partizipation um. Ziel des Beitrags Es werden Herausforderungen und entsprechende Lösungsansätze von PGF mit der Zielgruppe Menschen mit Behinderungen diskutiert. Der Beitrag soll Forschenden eine Orientierung zur Erreichung hoher Stufen von Partizipation bieten. Material und Methode Es wurde ein Modellvorhaben zur Entwicklung und Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) durchgeführt, das die Erreichung hoher Partizipationsstufen durch PGF mit Menschen mit Behinderungen zum Ziel hatte. Der Prozess wurde durch Interviews und Fragebögen evaluiert. Ergebnisse Herausforderungen waren die Diversität der in der Lebenswelt WfbM arbeitenden Menschen, komplexe Strukturen von WfbM, die Verfügbarkeit personeller, zeitlicher und finanzieller Ressourcen sowie lange Kommunikationswege. Der Einbezug der gesamten Lebenswelt, die Nutzung bekannter Kommunikationsmittel und ein häufiger Austausch mit den Beteiligten waren besonders zielführend. Für die Motivation sowie die Verstetigung der entwickelten Maßnahmen war die Wertschätzung gegenüber der Zielgruppe essenziell. Schlussfolgerungen Wenn die Herausforderungen von PGF überwunden werden, ermöglicht dies vielfältige Einblicke in die Lebenswelt von Menschen mit Behinderungen, bedarfs- und bedürfnisorientierte Gesundheitsförderung sowie hohe Motivation aller Beteiligten, diese umzusetzen.

Background Participatory health research (PHR) is becoming increasingly important. Through participation of the target group in research, it is possible to generate real-world and practice-oriented results and to foster health-related changes. This can also serve to improve the participation and health of persons with disabilities. However, the participation levels in many existing PHR projects is low. Objectives We discuss challenges and opportunities in PHR with persons with disabilities. This article intends to provide an orientation for achieving high participation levels in health research. Methods To develop and implement health-promoting activities in workshops for persons with disabilities, a pilot project was conducted. The aim was to attain high participation levels through PHR with persons with disabilities. The process was evaluated using interviews and questionnaires. Results The diversity of the people who are working in the named workshops and especially of the persons with disability was identified as a challenge for PHR. Further challenges are the complex structures and communication lines of those workshops as well as the availability of staff, time and financial resources. Facilitating factors were the inclusion of all stakeholders of this living context, the use of known communication tools and frequent exchange. Appreciation towards the persons with disabilities seems to be one of the most important factors for their motivation and the permanent adoption of health-promoting activities. Conclusions If the challenges of PHR are overcome, this enables diverse insights into the lives of persons with disabilities. It facilitates the implementation of health-promoting activities according to the needs of the target group and fosters the motivation of participants.
Erscheinungsjahr
2021
Zeitschriftentitel
Prävention und Gesundheitsförderung
Band
16
Seite(n)
9 Seiten
ISSN
1861-6755
eISSN
1861-6763
Finanzierungs-Informationen
Open-Access-Publikationskosten wurden durch die Universität Bielefeld im Rahmen des DEAL-Vertrags gefördert.
Page URI
https://pub.uni-bielefeld.de/record/2957824

Zitieren

Gillitzer S, Thienel C, Duda A, Renner J, Hornberg C. Partizipative Forschung mit Menschen mit Behinderungen. Ein Beispiel für die Umsetzung partizipativer Gesundheitsforschung in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM). Prävention und Gesundheitsförderung. 2021;16:9 Seiten.
Gillitzer, S., Thienel, C., Duda, A., Renner, J., & Hornberg, C. (2021). Partizipative Forschung mit Menschen mit Behinderungen. Ein Beispiel für die Umsetzung partizipativer Gesundheitsforschung in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM). Prävention und Gesundheitsförderung, 16, 9 Seiten. https://doi.org/10.1007/s11553-021-00928-8
Gillitzer, S., Thienel, C., Duda, A., Renner, J., and Hornberg, C. (2021). Partizipative Forschung mit Menschen mit Behinderungen. Ein Beispiel für die Umsetzung partizipativer Gesundheitsforschung in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM). Prävention und Gesundheitsförderung 16, 9 Seiten.
Gillitzer, S., et al., 2021. Partizipative Forschung mit Menschen mit Behinderungen. Ein Beispiel für die Umsetzung partizipativer Gesundheitsforschung in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM). Prävention und Gesundheitsförderung, 16, p 9 Seiten.
S. Gillitzer, et al., “Partizipative Forschung mit Menschen mit Behinderungen. Ein Beispiel für die Umsetzung partizipativer Gesundheitsforschung in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)”, Prävention und Gesundheitsförderung, vol. 16, 2021, pp. 9 Seiten.
Gillitzer, S., Thienel, C., Duda, A., Renner, J., Hornberg, C.: Partizipative Forschung mit Menschen mit Behinderungen. Ein Beispiel für die Umsetzung partizipativer Gesundheitsforschung in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM). Prävention und Gesundheitsförderung. 16, 9 Seiten (2021).
Gillitzer, Stefanie, Thienel, Christine, Duda, Annabell, Renner, Jennifer, and Hornberg, Claudia. “Partizipative Forschung mit Menschen mit Behinderungen. Ein Beispiel für die Umsetzung partizipativer Gesundheitsforschung in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)”. Prävention und Gesundheitsförderung 16 (2021): 9 Seiten.
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