Kosten und Nutzen des Case Managements bei Chronischen Erkrankungen am Beispiel des Schlaganfalls
Düvel J (2026)
Bielefeld: Universität Bielefeld.
Bielefelder E-Dissertation | Deutsch
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Autor*in
Gutachter*in / Betreuer*in
Greiner, WolfgangUniBi;
Graf von der Schulenburg, Matthias
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Abstract / Bemerkung
Schlaganfälle zählen in Deutschland zu den häufigsten Ursachen für Mortalität, langfristige Behinderung sowie Pflegebedürftigkeit und gehen mit erheblichen direkten und indirekten Gesundheitskosten einher. Die Versorgung von Schlaganfallpatient:innen ist dabei besonders kostenintensiv, da sie eine zeitkritische Akutbehandlung sowie mehrheitlich strukturierte Rehabilitationsmaßnahmen und eine langfristige ambulante Nachsorge erfordert. Trotz dieser komplexen Versorgungsbedarfe ist das deutsche Gesundheitssystem weiterhin stark sektoral organisiert, was insbesondere bei chronischen Krankheitsverläufen zu Versorgungsabbrüchen, ineffizienter Ressourcennutzung und vermeidbaren Folgekosten führt. Vor diesem Hintergrund stellt die Entwicklung und Implementierung sektorenübergreifender Versorgungsmodelle für Schlaganfälle und andere chronische Erkrankungen einen zentralen Hebel dar, um Versorgungsqualität zu verbessern und gleichzeitig die gesundheitsökonomische Belastung des Systems nachhaltig zu reduzieren. Ziel der vorliegenden Dissertation ist auf der einen Seite die Überprüfung, ob eine Case Management-Intervention zur Versorgung von Schlaganfallpatient:innen geeignet ist, die skizzierten Bedarfe hinsichtlich einer Kostenreduktion bei gleichzeitiger Verbesserung der Informationslage und von sektorenübergreifenden Kooperationen zu adressieren. Auf der anderen Seite soll ermittelt werden welchen Stellenwert quasi-experimentelle Studiendesigns im Rahmen der Evaluationsforschung zukünftig einnehmen können. In der Gesamtschau der zehn Einzelbeiträge konnte aufgezeigt werden, dass Quasi-Experimente unter bestimmten Voraussetzungen und Berücksichtigung entsprechender statistischer Methoden das Potenzial bieten, valide Erkenntnisse für die Erprobung innovativer Versorgungsansätze zu generieren. Der evaluierte Case Management-Ansatz scheint in der hier durchgeführten Ausgestaltung bei Schlaganfällen keine relevanten gesundheitlichen, wie monetären Verbesserungen erreichen zu können. Folgestudien sollten entweder indikationsbezogen spezifischer oder interventionsbezogen, im Sinne einer Integrierten Versorgung, breiter aufgestellt sein.
Jahr
2026
Seite(n)
70
Urheberrecht / Lizenzen
Page URI
https://pub.uni-bielefeld.de/record/3017030
Zitieren
Düvel J. Kosten und Nutzen des Case Managements bei Chronischen Erkrankungen am Beispiel des Schlaganfalls. Bielefeld: Universität Bielefeld; 2026.
Düvel, J. (2026). Kosten und Nutzen des Case Managements bei Chronischen Erkrankungen am Beispiel des Schlaganfalls. Bielefeld: Universität Bielefeld. https://doi.org/10.4119/unibi/3017030
Düvel, Juliane. 2026. Kosten und Nutzen des Case Managements bei Chronischen Erkrankungen am Beispiel des Schlaganfalls. Bielefeld: Universität Bielefeld.
Düvel, J. (2026). Kosten und Nutzen des Case Managements bei Chronischen Erkrankungen am Beispiel des Schlaganfalls. Bielefeld: Universität Bielefeld.
Düvel, J., 2026. Kosten und Nutzen des Case Managements bei Chronischen Erkrankungen am Beispiel des Schlaganfalls, Bielefeld: Universität Bielefeld.
J. Düvel, Kosten und Nutzen des Case Managements bei Chronischen Erkrankungen am Beispiel des Schlaganfalls, Bielefeld: Universität Bielefeld, 2026.
Düvel, J.: Kosten und Nutzen des Case Managements bei Chronischen Erkrankungen am Beispiel des Schlaganfalls. Universität Bielefeld, Bielefeld (2026).
Düvel, Juliane. Kosten und Nutzen des Case Managements bei Chronischen Erkrankungen am Beispiel des Schlaganfalls. Bielefeld: Universität Bielefeld, 2026.
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