Erfolgreiche Zusammenarbeit im MRE-Netzwerk in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL): Ein Praxisbeispiel langjähriger Kooperation zur Eindämmung multiresistenter Erreger
Fischer L, Ahaus K, Harmsen J, Jensen W, Kuhnert C, Malchus A, Schubert I, Schultheis I, Strate-Schneider IM, Woltering R, Hornberg C (2026)
Gesundheitswesen 88(S01): S103.
Kurzbeitrag Konferenz / Poster
| Veröffentlicht | Deutsch
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Autor*in
Fischer, LauraUniBi;
Ahaus, K.;
Harmsen, J.;
Jensen, W.;
Kuhnert, C.;
Malchus, A.;
Schubert, I.;
Schultheis, I.;
Strate-Schneider, I. M.;
Woltering, R.;
Hornberg, ClaudiaUniBi
Alternativer Titel
Successful collaboration in the MRE network in the East Westphalia-Lippe (OWL) region: A practical example of long-term cooperation to contain multi-resistant pathogens
Abstract / Bemerkung
Hintergrund Der Beschluss der 79. Gesundheitsministerkonferenz (2006) sah die bundesweite Gründung von Netzwerken zur Prävention von MRSA vor. Auf dieser Basis ist im Jahr 2009 das MRE-Netzwerk OWL entstanden. Der Aufbau des Netzwerks beruht auf Eigeninitiative der 7 Gesundheitsämter in OWL, die das Projekt eigenständig finanzieren und seitdem unter universitärer wissenschaftlicher Leitung fortführen. Das Einzugsgebiet des Netzwerks umfasst ca. 2 Mio. Einwohner*innen in einer strukturell heterogenen, sowohl durch städtische als auch ländliche Gebiete geprägten Region. In der Region sind neben technischen Industrie insbesondere lebensmittelerzeugende und verarbeitende Betriebe ansäßig, welche in Aufgaben, z. B. bezüglich Hygieneüberwachung, resultieren
Die Netzwerkarbeit erfolgt in interdisziplinärer und wissenschaftlicher Perspektive in langjähriger Kooperation; zunächst mit der Fakultät für Gesundheitswissenschaften und seit Gründung mit der neuen Medizinischen Fakultät OWL.
Umsetzung Das MRE-Netzwerk OWL wurde als freiwilliger Zusammenschluss ins Leben gerufen und wird durch eine Koordinierungsstelle an der Medizinischen Fakultät OWL unterstützt.
Während sich die inhaltlichen Schwerpunkte der Zusammenarbeit nach den Bedarfen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) richten und angepasst werden, werden zentrale Elemente der Netzwerkarbeit genutzt und kontinuierlich weiterentwickelt.
Dazu zählen regelmäßige Netzwerkveranstaltungen der beteiligten Akteur*innen mit Austauschen zu Fallzahlen in Krankheitsausbrüchen, Ausbruchsgeschehen und Best Practices, ebenso wie die Entwicklung gemeinsamer Standards für Hygienekontrollen und Informationsweitergabe zu MRE entlang der Versorgung von ambulantem und stationärem Sektor. Hierzu wurden u.a. Schulungsmaterialien zu MRE entwickelt und bereitgestellt.
In den letzten Jahren lag der inhaltliche Fokus pandemiebedingt auf Instrumenten der genomischen Erregerüberwachung. Über verschiedene Projekte konnten die Bedarfe des ÖGD erfasst und gemeinsam Werkzeuge zur Bearbeitung von Infektionsketten während und außerhalb einer Pandemie aus- und weiterentwickelt werden. Neben dem Austausch auf regionaler Ebene erfolgt durch das MRE-Netzwerk auch ein Einbezug des lokalen ÖGD in die Strukturen des Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) und ein entsprechender Theorie-Praxis-Austausch.
Das MRE-Netzwerk OWL konnte trotz pandemiebedingter Einschränkungen seine Arbeit erfolgreich weiterführen. Neben der inhaltlichen Netzwerkarbeit erfolgen regelmäßig Fortbildungen, um den Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen Gesundheitsämtern und Universität zu ermöglichen. Aktuell ist u.a. eine Veranstaltung zum Thema One Health geplant, um zukunftsorientiert auch bisher weniger fokussierte Themen wie Trinkwasserhygiene bei Hochwasserereignissen oder das Aufkommen von Zoonosen zu berücksichtigen.
Die enge Zusammenarbeit von Gesundheitsämtern und Medizinischer Fakultät ist zusätzlich die Grundlage für weitere Kooperationen, u.a. im Bereich der gemeinsamen Lehre im Humanmedizin-Studium.
Diskussion Die 7 Gesundheitsämter der Region OWL konnten über die Kooperation mit der Universität Bielefeld im MRE-Netzwerk OWL erfolgreich verschiedene Herausforderungen sowohl lokal als auch regionalgemeinschaftlich bewältigen. Viele MRE-Netzwerke wurden durch die COVID-Pandemie geschwächt, in Ostwestfalen-Lippe hat sich die Zusammenarbeit vielmehr intensiviert. Die wissenschaftliche Begleitung bezieht sich auf alle ÖGD-relevante Themenfelder, die Universität profitiert von den Praxiserfahrungen des ÖGD. Zusätzlich ist das Netzwerk auch in überregionalen Strukturen wie dem Netzwerk Universitätsmedizin (NUM), zum Beispiel über das Projekt MolTrax, repräsentiert.
Zusätzlich konnten durch das Netzwerk weitere Kooperationen im Bereich der Lehre im Studium der Humanmedizin aufgebaut werden, darunter die Einführung eines ÖGD-Praktikum sowie Veranstaltungen, die durch die Gesundheitsämter selbst durchgeführt werden.
Erscheinungsjahr
2026
Serien- oder Zeitschriftentitel
Gesundheitswesen
Band
88
Ausgabe
S01
Seite(n)
S103
Konferenz
75. Wissenschaftlicher Kongress – Der Öffentliche Gesundheitsdienst
Konferenzort
Wuppertal
Konferenzdatum
2026-04-20 – 2026-04-23
ISSN
0941-3790
eISSN
1439-4421
Page URI
https://pub.uni-bielefeld.de/record/3016280
Zitieren
Fischer L, Ahaus K, Harmsen J, et al. Erfolgreiche Zusammenarbeit im MRE-Netzwerk in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL): Ein Praxisbeispiel langjähriger Kooperation zur Eindämmung multiresistenter Erreger. Gesundheitswesen. 2026;88(S01):S103.
Fischer, L., Ahaus, K., Harmsen, J., Jensen, W., Kuhnert, C., Malchus, A., Schubert, I., et al. (2026). Erfolgreiche Zusammenarbeit im MRE-Netzwerk in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL): Ein Praxisbeispiel langjähriger Kooperation zur Eindämmung multiresistenter Erreger. Gesundheitswesen, 88(S01), S103. https://doi.org/10.1055/s-0046-1818027
Fischer, Laura, Ahaus, K., Harmsen, J., Jensen, W., Kuhnert, C., Malchus, A., Schubert, I., et al. 2026. “Erfolgreiche Zusammenarbeit im MRE-Netzwerk in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL): Ein Praxisbeispiel langjähriger Kooperation zur Eindämmung multiresistenter Erreger”, Gesundheitswesen, 88 (S01): S103.
Fischer, L., Ahaus, K., Harmsen, J., Jensen, W., Kuhnert, C., Malchus, A., Schubert, I., Schultheis, I., Strate-Schneider, I. M., Woltering, R., et al. (2026). Erfolgreiche Zusammenarbeit im MRE-Netzwerk in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL): Ein Praxisbeispiel langjähriger Kooperation zur Eindämmung multiresistenter Erreger. Gesundheitswesen 88, S103.
Fischer, L., et al., 2026. Erfolgreiche Zusammenarbeit im MRE-Netzwerk in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL): Ein Praxisbeispiel langjähriger Kooperation zur Eindämmung multiresistenter Erreger. Gesundheitswesen, 88(S01), p S103.
L. Fischer, et al., “Erfolgreiche Zusammenarbeit im MRE-Netzwerk in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL): Ein Praxisbeispiel langjähriger Kooperation zur Eindämmung multiresistenter Erreger”, Gesundheitswesen, vol. 88, 2026, pp. S103.
Fischer, L., Ahaus, K., Harmsen, J., Jensen, W., Kuhnert, C., Malchus, A., Schubert, I., Schultheis, I., Strate-Schneider, I.M., Woltering, R., Hornberg, C.: Erfolgreiche Zusammenarbeit im MRE-Netzwerk in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL): Ein Praxisbeispiel langjähriger Kooperation zur Eindämmung multiresistenter Erreger. Gesundheitswesen. 88, S103 (2026).
Fischer, Laura, Ahaus, K., Harmsen, J., Jensen, W., Kuhnert, C., Malchus, A., Schubert, I., Schultheis, I., Strate-Schneider, I. M., Woltering, R., and Hornberg, Claudia. “Erfolgreiche Zusammenarbeit im MRE-Netzwerk in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL): Ein Praxisbeispiel langjähriger Kooperation zur Eindämmung multiresistenter Erreger”. Gesundheitswesen 88.S01 (2026): S103.
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