Medizinische Versorgungszentren in kommunaler Trägerschaft. Erste Ergebnisse einer empirischen Analyse

Gerlinger T, Ertel M, Hämel K, Reiter R, Schmidt PF (2026)
Bielefeld: Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften.

Report | Veröffentlicht | Deutsch
 
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Autor*in
Gerlinger, ThomasUniBi; Ertel, Mascha; Hämel, Kerstin; Reiter, Renate; Schmidt, Phillip FlorianUniBi
Abstract / Bemerkung
Kommunen errichten Medizinische Versorgungszentren (MVZ) in eigener Trägerschaft schwerpunktmäßig in ländlichen Räumen mit dem Ziel, eine drohende oder eingetretene medizinische Unterversorgung abzuwenden. MVZ in kommunaler Trägerschaft (kMVZ) bieten ganz überwiegend eine hausärztliche Versorgung an, vereinzelt ergänzt um andere Disziplinen der ärztlichen Primärversorgung (Pädiatrie, Gynäkologie). In den kMVZ sind neben Ärzt:innen und medizinischen Fachangestellten (mit und ohne Zusatzqualifikationen) teilweise auch Pflegefachpersonen, Hebammen und Angehörige der Therapieberufe vertreten. Im Oktober 2025 befanden sich unseren Recherchen zufolge mit 48 kMVZ weniger als 1 Prozent aller MVZ in kommunaler Trägerschaft, allerdings hat sich die Zahl der kMVZ-Gründungen in den letzten Jahren erhöht. Kommunen sehen sich bei der Gründung eines kMVZ hohen Hürden gegenüber. Dazu zählen Aufwand und Kosten bei der Errichtung wie wirtschaftliche Unsicherheiten der Betriebsführung. Weitere für Kommunen neuartige Herausforderungen bestehen in der Verwaltung einer ambulanten Versorgungseinrichtung sowie bei der Rekrutierung und Bindung von Fachkräften. Angesichts dieser Hürden ist die Errichtung eines kMVZ für eine Kommune oft die „ultima ratio“ zur Sicherstellung der Versorgung. Entwicklungsbedingungen der kMVZs und mögliche Innovationspotenziale von kMVZs für die Patient:innenversorgung werden von befragten Expert:innen unterschiedlich eingeschätzt.

Municipalities establish Medical Care Centres (Medizinische Versorgungszentren, MVZ) under their own auspices primarily in rural areas, with the aim of preventing or addressing emerging or existing shortages in medical provision. Municipally owned MVZ (kMVZ) predominantly provide general practitioner services, occasionally supplemented by other primary care disciplines such as paediatrics and gynaecology. In addition to physicians and medical assistants (with and without additional qualifications), kMVZ may also include nursing professionals, midwives, and members of the allied health professions. As of October 2025, our research identified 48 kMVZ, accounting for less than 1 per cent of all MVZ; however, the number of new kMVZ establishments has increased in recent years. Municipalities face substantial barriers when founding a kMVZ. These include the effort and costs associated with establishment, as well as economic uncertainties related to ongoing operations. Further, municipalities encounter novel challenges in managing an outpatient care facility and in recruiting and retaining qualified staff. In light of these obstacles, the establishment of a kMVZ is often considered an “ultima ratio” for municipalities seeking to ensure the provision of care. Expert respondents differ in their assessments of both the developmental conditions of kMVZ and their potential for innovation in patient care.
Erscheinungsjahr
2026
Seite(n)
18
Page URI
https://pub.uni-bielefeld.de/record/3016163

Zitieren

Gerlinger T, Ertel M, Hämel K, Reiter R, Schmidt PF. Medizinische Versorgungszentren in kommunaler Trägerschaft. Erste Ergebnisse einer empirischen Analyse. Bielefeld: Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften; 2026.
Gerlinger, T., Ertel, M., Hämel, K., Reiter, R., & Schmidt, P. F. (2026). Medizinische Versorgungszentren in kommunaler Trägerschaft. Erste Ergebnisse einer empirischen Analyse. Bielefeld: Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften. https://doi.org/10.4119/unibi/3016163
Gerlinger, Thomas, Ertel, Mascha, Hämel, Kerstin, Reiter, Renate, and Schmidt, Phillip Florian. 2026. Medizinische Versorgungszentren in kommunaler Trägerschaft. Erste Ergebnisse einer empirischen Analyse. Bielefeld: Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften.
Gerlinger, T., Ertel, M., Hämel, K., Reiter, R., and Schmidt, P. F. (2026). Medizinische Versorgungszentren in kommunaler Trägerschaft. Erste Ergebnisse einer empirischen Analyse. Bielefeld: Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften.
Gerlinger, T., et al., 2026. Medizinische Versorgungszentren in kommunaler Trägerschaft. Erste Ergebnisse einer empirischen Analyse, Bielefeld: Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften.
T. Gerlinger, et al., Medizinische Versorgungszentren in kommunaler Trägerschaft. Erste Ergebnisse einer empirischen Analyse, Bielefeld: Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, 2026.
Gerlinger, T., Ertel, M., Hämel, K., Reiter, R., Schmidt, P.F.: Medizinische Versorgungszentren in kommunaler Trägerschaft. Erste Ergebnisse einer empirischen Analyse. Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Bielefeld (2026).
Gerlinger, Thomas, Ertel, Mascha, Hämel, Kerstin, Reiter, Renate, and Schmidt, Phillip Florian. Medizinische Versorgungszentren in kommunaler Trägerschaft. Erste Ergebnisse einer empirischen Analyse. Bielefeld: Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, 2026.
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