Zur Eskalation und Deeskalation von "Gewalt im Protest"

Knöbl W, Hoebel T (2023)
In: Eskalation. G20 in Hamburg, Protest und Gewalt. Malthaner S, Teune S (Eds); Hamburg: Hamburger Edition: 259-266.

Sammelwerksbeitrag | Veröffentlicht | Deutsch
 
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Autor*in
Knöbl, Wolfgang; Hoebel, ThomasUniBi
Herausgeber*in
Malthaner, Stefan; Teune, Simon
Abstract / Bemerkung
Die Untersuchung der Anti-G20-Proteste in Hamburg durch das Mapping #NoG20-Forschungsteam bricht ein Stück weit mit gängigen Eskalationskonzepten. Eskalation beschreibt hier nicht primär einen Plan bestimmter Teilnehmendenkreise an den Protesten, sondern eine Verlaufsform der »Wechselwirkung« zwischen einzelnen sowie gruppenförmig oder organisiert auftretenden Beteiligten, um es mit Georg Simmel zu formulieren. Dazu zählen in Hamburg u. a. diverse Polizeieinheiten, viel- fältige Gruppierungen von Aktivist*innen, Journalist*innen und weitere Medienschaffende, Schaulustige und Anwohner*innen – und nicht zu vergessen diejenigen, die schlicht davon angezogen sind, »wo was los ist – wo es action gibt«, und mitmischen möchten. Diese Wechselwirkung ist im Zeitverlauf einerseits kontingent, sie verläuft nicht von Anfang an in eine bestimmte Richtung, bildet aber andererseits schrittweise eine spezifische Verlaufsform aus – abhängig davon, wie die Beteiligten einander beobachten, deuten und ihr Verhalten auf das anderer Akteure beziehen (bzw. darauf verzichten). Wie schon Friedhelm Neidhardt in bahnbrechenden Aufsätzen zu Eskalationsdynamiken in politischen Konflikten deutlich gemacht hat, ist es durch diesen Perspektivwechsel auf Interaktionsverläufe dann zugleich möglich, konkrete Motive des Handelns (bzw. des Handlungsverzichts) als etwas zu begreifen, das sich im Zeitverlauf ausformt, verformt, an Gewicht gewinnt oder verliert.
Erscheinungsjahr
2023
Buchtitel
Eskalation. G20 in Hamburg, Protest und Gewalt
Seite(n)
259-266
ISBN
978-3-86854-373-5
Page URI
https://pub.uni-bielefeld.de/record/2985807

Zitieren

Knöbl W, Hoebel T. Zur Eskalation und Deeskalation von "Gewalt im Protest". In: Malthaner S, Teune S, eds. Eskalation. G20 in Hamburg, Protest und Gewalt. Hamburg: Hamburger Edition; 2023: 259-266.
Knöbl, W., & Hoebel, T. (2023). Zur Eskalation und Deeskalation von "Gewalt im Protest". In S. Malthaner & S. Teune (Eds.), Eskalation. G20 in Hamburg, Protest und Gewalt (pp. 259-266). Hamburg: Hamburger Edition.
Knöbl, Wolfgang, and Hoebel, Thomas. 2023. “Zur Eskalation und Deeskalation von "Gewalt im Protest"”. In Eskalation. G20 in Hamburg, Protest und Gewalt, ed. Stefan Malthaner and Simon Teune, 259-266. Hamburg: Hamburger Edition.
Knöbl, W., and Hoebel, T. (2023). “Zur Eskalation und Deeskalation von "Gewalt im Protest"” in Eskalation. G20 in Hamburg, Protest und Gewalt, Malthaner, S., and Teune, S. eds. (Hamburg: Hamburger Edition), 259-266.
Knöbl, W., & Hoebel, T., 2023. Zur Eskalation und Deeskalation von "Gewalt im Protest". In S. Malthaner & S. Teune, eds. Eskalation. G20 in Hamburg, Protest und Gewalt. Hamburg: Hamburger Edition, pp. 259-266.
W. Knöbl and T. Hoebel, “Zur Eskalation und Deeskalation von "Gewalt im Protest"”, Eskalation. G20 in Hamburg, Protest und Gewalt, S. Malthaner and S. Teune, eds., Hamburg: Hamburger Edition, 2023, pp.259-266.
Knöbl, W., Hoebel, T.: Zur Eskalation und Deeskalation von "Gewalt im Protest". In: Malthaner, S. and Teune, S. (eds.) Eskalation. G20 in Hamburg, Protest und Gewalt. p. 259-266. Hamburger Edition, Hamburg (2023).
Knöbl, Wolfgang, and Hoebel, Thomas. “Zur Eskalation und Deeskalation von "Gewalt im Protest"”. Eskalation. G20 in Hamburg, Protest und Gewalt. Ed. Stefan Malthaner and Simon Teune. Hamburg: Hamburger Edition, 2023. 259-266.

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