Die Europäische Union in der Corona-Krise

Gerlinger T (2021)
In: Das Soziale in Medizin und Gesellschaft – Aktuelle Megatrends fordern uns heraus. Gesundheitswesen, 83(08/09). Stuttgart: Georg Thieme : 747.

Kurzbeitrag Konferenz / Poster | Veröffentlicht | Deutsch
 
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Alternativer Titel
The European Union in the Corona Crisis
Abstract / Bemerkung
Einleitung Die Gesundheitspolitik liegt in der Europäischen Union (EU) zwar weitgehend in der Zuständigkeit der Mitgliedstaaten, allerdings verfügt die EU gerade auf dem Gebiet der Bekämpfung grenzüberschreitender Gesundheitsaufgaben über durchaus weit reichende Kompetenzen. Diese Studie widmet sich der Frage, ob, in welcher Weise, auf welchen Handlungsfeldern und aus welchen Gründen die EU in der Corona-Krise von diesen Kompetenzen (keinen) Gebrauch gemacht hat. Methoden Die Studie beruht auf der Methode des process tracing, also einer Rekonstruktion von Handlungsabläufen, -ressourcen und -motiven im Zuge der Bewältigung der Corona-Krise. Wesentliches Instrument der Analyse ist die qualitative Inhaltsanalyse einschlägig relevanter Dokumente. Ergebnisse Die EU spielte bei den Maßnahmen zur Eindämmung des Virus nur eine marginale Rolle. Die Maßnahmen zur Einschränkung des freien Personenverkehrs in der EU sowie zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit beruhten durchweg auf Entscheidungen der Mitgliedstaaten. Allerdings hat die EU zur besseren Koordinierung der Mitgliedstaaten bei der Behandlung der Erkrankten beigetragen. Die Gründe für das Übergehen der EU durch die Nationalstaaten sind vielschichtig. Von Bedeutung ist vor allem, dass die Verbreitung der Infektion in den Mitgliedstaaten asynchron verlief, die Bedrohung der eigenen Bevölkerung unterschiedlich bewertet wurde und die gesundheitlichen und ökonomischen Implikationen der Präventionsmaßnahmen den Kern der Legitimität nationalstaatlicher Regierungen berührten. Fazit Die EU hat trotz recht weitreichender Zuständigkeiten für die Abwehr grenzüberschreitender Gesundheitsgefahren bei der Eindämmung der Pandemie nur eine geringe Rolle gespielt. Die Nationalstaaten blieben die maßgeblichen Akteure in der Corona-Krise.
Erscheinungsjahr
2021
Titel des Konferenzbandes
Das Soziale in Medizin und Gesellschaft – Aktuelle Megatrends fordern uns heraus
Serien- oder Zeitschriftentitel
Gesundheitswesen
Band
83
Ausgabe
08/09
Seite(n)
747
Konferenz
56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP)
Konferenzort
Leipzig (digital)
Konferenzdatum
2021-09-22 – 2021-09-24
ISSN
0941-3790
eISSN
1439-4421
Page URI
https://pub.uni-bielefeld.de/record/2963000

Zitieren

Gerlinger T. Die Europäische Union in der Corona-Krise. In: Das Soziale in Medizin und Gesellschaft – Aktuelle Megatrends fordern uns heraus. Gesundheitswesen. Vol 83. Stuttgart: Georg Thieme ; 2021: 747.
Gerlinger, T. (2021). Die Europäische Union in der Corona-Krise. Das Soziale in Medizin und Gesellschaft – Aktuelle Megatrends fordern uns heraus, Gesundheitswesen, 83, 747. Stuttgart: Georg Thieme . https://doi.org/10.1055/s-0041-1732279
Gerlinger, T. (2021). “Die Europäische Union in der Corona-Krise” in Das Soziale in Medizin und Gesellschaft – Aktuelle Megatrends fordern uns heraus Gesundheitswesen, vol. 83, (Stuttgart: Georg Thieme ), 747.
Gerlinger, T., 2021. Die Europäische Union in der Corona-Krise. In Das Soziale in Medizin und Gesellschaft – Aktuelle Megatrends fordern uns heraus. Gesundheitswesen. no.83 Stuttgart: Georg Thieme , pp. 747.
T. Gerlinger, “Die Europäische Union in der Corona-Krise”, Das Soziale in Medizin und Gesellschaft – Aktuelle Megatrends fordern uns heraus, Gesundheitswesen, vol. 83, Stuttgart: Georg Thieme , 2021, pp.747.
Gerlinger, T.: Die Europäische Union in der Corona-Krise. Das Soziale in Medizin und Gesellschaft – Aktuelle Megatrends fordern uns heraus. Gesundheitswesen. 83, p. 747. Georg Thieme , Stuttgart (2021).
Gerlinger, Thomas. “Die Europäische Union in der Corona-Krise”. Das Soziale in Medizin und Gesellschaft – Aktuelle Megatrends fordern uns heraus. Stuttgart: Georg Thieme , 2021.Vol. 83. Gesundheitswesen. 747.

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