Über die Normalisierung von organisierten Brutalitäten. Die nationalsozialistischen Massentötungen im Rahmen der Euthanasie am Referenzfall der Anstalt Hadamar

Firkus D (2019) ORDEX Working Paper; 03.
Bielefeld: Universität Bielefeld.

Diskussionspapier | Veröffentlicht| Deutsch
 
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Autor/in
Firkus, Dennis
Forschungsgruppe
ORDEX - Organisation, Dauer und Eigendynamik von Gewalt
Abstract / Bemerkung
Der Beitrag wirft eine organisationssoziologische Perspektive auf die systematisch durchgeführten Massenmorde in den als Heil- und Pflegeanstalten getarnten nationalsozialistischen Tötungsorganisationen, die im Rahmen einer (rassen-)ideologischen Interpretation der eugenischen Vorhaben ein Ausmerzen von Menschen mit physischen, geistigen oder psychischen Behinderungen bzw. Erkrankungen zum Ziel hatte. Erklärungsbedürftig ist hierbei vor allem, wie die Umsetzung des staatlichen Vernichtungsprogramms gelingen konnte, obwohl es sich bei den als Fußvolk der Euthanasie bezeichneten (Mit-)Tätern um Personen gehandelt hat, die nicht zum Morden prädestiniert, geschweige denn dazu ausgebildet waren. Ausgehend von einem Organisationsverständnis, welches als ein auf Mitgliedschaften beruhendes soziales System gedeutet wird, soll anhand zahlreicher theoretisch dargestellter sowie empirisch belegter Organisationsmechanismen aufgezeigt werden, wie diese illegalen Praktiken in außergewöhnlicher Weise normalisiert wurden. In Folge dessen charakterisierten die Mitglieder die Taten als indifferent, da sie fortan als legitime Handlungserwartung der Organisation galten. Die organisationale Einbindung fungierte für die Mitglieder als ein gleichermaßen entsolidarisierender, entmoralisierender sowie verantwortungs-entlastender Mechanismus.
Stichworte
Euthanasie; Hadamar; Normalisierung; Illegalität; Indifferenzzone; Organisationssoziologie
Erscheinungsjahr
2019
Band
03
eISSN
2625-7726
Page URI
https://pub.uni-bielefeld.de/record/2933056

Zitieren

Firkus D. Über die Normalisierung von organisierten Brutalitäten. Die nationalsozialistischen Massentötungen im Rahmen der Euthanasie am Referenzfall der Anstalt Hadamar. ORDEX Working Paper. Vol 03. Bielefeld: Universität Bielefeld; 2019.
Firkus, D. (2019). Über die Normalisierung von organisierten Brutalitäten. Die nationalsozialistischen Massentötungen im Rahmen der Euthanasie am Referenzfall der Anstalt Hadamar (ORDEX Working Paper, 03). Bielefeld: Universität Bielefeld. doi:10.4119/unibi/2933056
Firkus, D. (2019). Über die Normalisierung von organisierten Brutalitäten. Die nationalsozialistischen Massentötungen im Rahmen der Euthanasie am Referenzfall der Anstalt Hadamar. ORDEX Working Paper, 03, Bielefeld: Universität Bielefeld.
Firkus, D., 2019. Über die Normalisierung von organisierten Brutalitäten. Die nationalsozialistischen Massentötungen im Rahmen der Euthanasie am Referenzfall der Anstalt Hadamar, ORDEX Working Paper, no.03, Bielefeld: Universität Bielefeld.
D. Firkus, Über die Normalisierung von organisierten Brutalitäten. Die nationalsozialistischen Massentötungen im Rahmen der Euthanasie am Referenzfall der Anstalt Hadamar, ORDEX Working Paper, vol. 03, Bielefeld: Universität Bielefeld, 2019.
Firkus, D.: Über die Normalisierung von organisierten Brutalitäten. Die nationalsozialistischen Massentötungen im Rahmen der Euthanasie am Referenzfall der Anstalt Hadamar. ORDEX Working Paper, 03. Universität Bielefeld, Bielefeld (2019).
Firkus, Dennis. Über die Normalisierung von organisierten Brutalitäten. Die nationalsozialistischen Massentötungen im Rahmen der Euthanasie am Referenzfall der Anstalt Hadamar. Bielefeld: Universität Bielefeld, 2019. ORDEX Working Paper. 03.
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