Einwilligungsfähigkeit bei Kindern : Ergebnisse einer empirischen Studie und zukünftige Forschungsperspektiven

Lohaus A, Albrecht R, Seyberth HW (2003)
Monatsschrift Kinderheilkunde 150(12): 1502-1507.

Zeitschriftenaufsatz | Veröffentlicht| Deutsch
 
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Autor*in
Lohaus, ArnoldUniBi; Albrecht, R.; Seyberth, H.W.
Alternativer Titel
Informed assent in children. Results of an empirical study and perspectives for future research
Abstract / Bemerkung
Hintergrund. Die vorliegende Forschungsliteratur zu Krankheitskonzepten von Kindern bezieht sich weit überwiegend auf die kognitive Theorie Piagets.Daher wurde diese Theorie zugrunde gelegt,um Items zu generieren, die eine Differenzierung zwischen Kindern mit einem fortgeschrittenen und einem weniger fortgeschrittenen Krankheitsverständnis erlauben. Es wurde dabei angenommen,dass ein konkret-operationales Denken zumindest in einfachen Entscheidungssituationen eine Mindestvoraussetzung für eine informierte Einwilligung von Kindern in Medikamentenstudien ist.Neben Items zum Krankheitsverständnis enthält das Erhebungsinstrument zusätzlich Items zur kindlichen Behaltensfähigkeit.

Studie. 140 Kinder der 3.–5.Klasse nahmen an einer Studie zu einer ersten Analyse des Erhebungsinstruments teil. Die Ergebnisse zeigten deutliche Leistungsunterschiede zwischen den Schülern der 3. und 4. Klasse, während in den nachfolgenden Klassenstufen keine weiteren Leistungszuwächse erzielt wurden.Es zeigten sich weiterhin Hinweise auf Einflüsse des besuchten Schultyps, wobei insbesondere Gymnasiasten im Vergleich zu Hauptschülern signifikant höhere Leistungen aufwiesen. Krankheitsvorerfahrungen wirkten sich tendenziell bei den jüngeren Schülern günstig auf das Krankheitsverständnis aus.Die Befunde belegen, dass in einfachen Entscheidungssituationen mit Erreichen der 4.–5. Klasse hinreichende Kompetenzen für eine Einwilligungsentscheidung vorliegen,wobei der Zeitpunkt je nach Schultyp und Krankheitsvorerfahrungen auch früher erreicht sein kann.

Resümee. Da die vorliegende Studie lediglich als Pilotstudie zu verstehen ist,wird im abschließenden Teil dieses Beitrags auf mögliche Schritte zur Weiterentwicklung des Erhebungsinstruments eingegangen.
Erscheinungsjahr
2003
Zeitschriftentitel
Monatsschrift Kinderheilkunde
Band
150
Ausgabe
12
Seite(n)
1502-1507
ISSN
0026-9298, 1433-0474
Page URI
https://pub.uni-bielefeld.de/record/2919911

Zitieren

Lohaus A, Albrecht R, Seyberth HW. Einwilligungsfähigkeit bei Kindern : Ergebnisse einer empirischen Studie und zukünftige Forschungsperspektiven. Monatsschrift Kinderheilkunde. 2003;150(12):1502-1507.
Lohaus, A., Albrecht, R., & Seyberth, H. W. (2003). Einwilligungsfähigkeit bei Kindern : Ergebnisse einer empirischen Studie und zukünftige Forschungsperspektiven. Monatsschrift Kinderheilkunde, 150(12), 1502-1507. doi:10.1007/s00112-002-0425-z
Lohaus, A., Albrecht, R., and Seyberth, H. W. (2003). Einwilligungsfähigkeit bei Kindern : Ergebnisse einer empirischen Studie und zukünftige Forschungsperspektiven. Monatsschrift Kinderheilkunde 150, 1502-1507.
Lohaus, A., Albrecht, R., & Seyberth, H.W., 2003. Einwilligungsfähigkeit bei Kindern : Ergebnisse einer empirischen Studie und zukünftige Forschungsperspektiven. Monatsschrift Kinderheilkunde, 150(12), p 1502-1507.
A. Lohaus, R. Albrecht, and H.W. Seyberth, “Einwilligungsfähigkeit bei Kindern : Ergebnisse einer empirischen Studie und zukünftige Forschungsperspektiven”, Monatsschrift Kinderheilkunde, vol. 150, 2003, pp. 1502-1507.
Lohaus, A., Albrecht, R., Seyberth, H.W.: Einwilligungsfähigkeit bei Kindern : Ergebnisse einer empirischen Studie und zukünftige Forschungsperspektiven. Monatsschrift Kinderheilkunde. 150, 1502-1507 (2003).
Lohaus, Arnold, Albrecht, R., and Seyberth, H.W. “Einwilligungsfähigkeit bei Kindern : Ergebnisse einer empirischen Studie und zukünftige Forschungsperspektiven”. Monatsschrift Kinderheilkunde 150.12 (2003): 1502-1507.