Warum sind Arbeitgeber nicht für alle gleich attraktiv? Eine strukturelle Erklärung der Wahl des Arbeitgebers auf der Basis der Theorie der sozialen Produktionsfunktionen

Gerhards C (2017)
Bielefeld: Universität Bielefeld.

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OA
Bielefeld Dissertation | German
Supervisor
Liebig, StefanUniBi ; Blasius, Jörg
Abstract
Ziel der Arbeit war es, aus einer allgemeinen Theorie menschlichen Handelns zu erklären, warum Menschen bei unterschiedlichen Arbeitgebern arbeiten wollen. Bisherigen Untersuchungen fehlt zum einen die theoretische Fundierung für die Auswahl als relevant erachteter Kriterien. Zum anderen gab es bislang keine ausreichend breite empirische Basis, um belastbare Aussagen ableiten zu können.
Aus dem Bereich der Rational-Choice-Theorie wird erstmals die Theorie der sozialen Produktionsfunktionen nach Sigwart Lindenberg als Erklärungsansatz für die Arbeitgeberwahl angewandt. Nach dieser Theorie haben alle Menschen das Ziel, ein Maximum an Wohlbefinden zu erlangen. Dieses Wohlbefinden lässt sich dem Ansatz nach grundsätzlich in physisches Wohlbefinden und soziales Wohlbefinden unterteilen. Das physische Wohlbefinden setzt sich zusammen aus dem Bedürfnis nach Stimulation (Neues erleben) und Komfort (Sicherheit); das soziale Wohlbefinden aus dem Bedürfnis nach sozialem Status, Verhaltensbestätigung (die Rückmeldung Gutes zu tun) und Affekt (dem Bedürfnis nach Liebe und Zuneigung).
Diese fünf Bedürfnisse (Dimensionen) werden auf die Arbeitgeberwahl angewandt. Idee ist, dass Betriebe durch ihre Strukturen unterschiedlich gut geeignet sind, diese Bedürfnisse zu erfüllen. Stimulation kann etwa im Bereich Forschung und Entwicklung generiert werden, Komfort durch sichere Arbeitsverhältnisse, Status durch Karrierechancen, Verhaltensbestätigung durch Gemeinnützigkeit des Betriebes und Affekt z.B. durch ein gutes Betriebsklima.
Die Grundannahme der Arbeit ist, dass Personen unterschiedliche Ausstattungsniveaus in diesen fünf Dimensionen haben (ihr Wohlbefinden) sowie damit verbundene Präferenzen und sich dann Arbeitgeber suchen, die besonders gut zu diesen Ausstattungsniveaus und Präferenzen passen. Vorhandene Stimulation kann z.B. über Freizeitaktivitäten erzeugt werden, Komfort durch Gesundheit, Status durch Bildungsabschlüsse, Verhaltensbestätigung durch Vereinsaktivitäten und Affekt durch intime Beziehungen.
Zur empirischen Untersuchung dieses Zusammenhangs werden im Rahmen einer Sekundäranalyse die Daten des SOEP genutzt, die im Jahr 2011 mit einer Betriebsbefragung verknüpft wurden. Somit stehen Daten zu Eigenschaften und Einstellungen von Arbeitnehmern zum Zeitpunkt des Betriebseintritts einerseits und Betriebsstrukturdaten andererseits zur Verfügung.
Für die Hauptanalyse wurde entlang der fünf Dimensionen Regressionsmodelle durchgeführt, wobei abhängige Variable die Eignung des Betriebes ist, die jeweilige Dimension zu erfüllen.
Wie sich zeigt, geht die größte Erklärungskraft von den Dimensionen des physischen Wohlbefindens aus. Betriebe werden also vor allem danach gewählt, ob sie geeignet sind, Stimulation und Komfort zu bieten. Im Vergleich der Erklärungskraft von Wohlbefinden und Präferenzen zeigt sich, dass es ganz klar das vorhandene Wohlbefinden ist, das die Arbeitgeberwahl erklärt.
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Gerhards C. Warum sind Arbeitgeber nicht für alle gleich attraktiv? Eine strukturelle Erklärung der Wahl des Arbeitgebers auf der Basis der Theorie der sozialen Produktionsfunktionen. Bielefeld: Universität Bielefeld; 2017.
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Gerhards, C. (2017). Warum sind Arbeitgeber nicht für alle gleich attraktiv? Eine strukturelle Erklärung der Wahl des Arbeitgebers auf der Basis der Theorie der sozialen Produktionsfunktionen. Bielefeld: Universität Bielefeld.
Gerhards, C., 2017. Warum sind Arbeitgeber nicht für alle gleich attraktiv? Eine strukturelle Erklärung der Wahl des Arbeitgebers auf der Basis der Theorie der sozialen Produktionsfunktionen, Bielefeld: Universität Bielefeld.
C. Gerhards, Warum sind Arbeitgeber nicht für alle gleich attraktiv? Eine strukturelle Erklärung der Wahl des Arbeitgebers auf der Basis der Theorie der sozialen Produktionsfunktionen, Bielefeld: Universität Bielefeld, 2017.
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