Das Unbewusste sitzt im Fleisch. Einige psychoanalytisch-sozialpsychologische Überlegungen zum affective turn in der Geschlechterforschung

Winter S (2014)
Freiburger Zeitschrift für Geschlechterstudien 20(2): 43-58.

Download
Es wurde kein Volltext hochgeladen. Nur Publikationsnachweis!
Zeitschriftenaufsatz | Veröffentlicht | Deutsch
Abstract / Bemerkung
Der affective turn ist an der Vermittlungsstelle von Konstruktivismus und Essentialismus angesiedelt. Der Artikel stellt diese theoretischen Grundlagen dar und ergänzt sie mit anderen Ansätzen zu dieser Vermittlung. Dabei werden neben der Leibphänomenologie und Bourdieus Habitus-Theorie insbesondere zwei psychoanalytisch-sozialpsychologische Ansätze hervorgehoben: die „Kritische Theorie des Subjekts“ von Alfred Lorenzer sowie die „Allgemeine Verführungstheorie“ Jean Laplanches. Diese Theorien bieten Möglichkeiten, Affekte als nicht biologische, aber dennoch leiblich verankerte Phänomene zu verstehen. Affekte entstammen demnach frühen, vorsubjektiven Interak-tionserlebnissen und werden zunächst nicht psychisch, sondern nur leiblich registriert. Bei ihrer Übersetzung in die kulturellen Symbolsysteme, die sie zu bewusst wahrnehmbaren Gefühlen modifiziert, fallen notwendigerweise unübersetzbare ‚Reste‘ an – Unbewusstes, das weiterhin nur leiblich vorhanden und der Psyche entzogen ist. Vor diesem theoretischen Hintergrund erweitere ich Judith Butlers Entwurf der melancholischen Natur der heteronormativen Geschlechterordnung um eine leibliche Dimension und ziehe Folgerungen für eine ‚Politik der Gefühle‘.
Erscheinungsjahr
Zeitschriftentitel
Freiburger Zeitschrift für Geschlechterstudien
Band
20
Zeitschriftennummer
2
Seite
43-58
ISSN
PUB-ID

Zitieren

Winter S. Das Unbewusste sitzt im Fleisch. Einige psychoanalytisch-sozialpsychologische Überlegungen zum affective turn in der Geschlechterforschung. Freiburger Zeitschrift für Geschlechterstudien. 2014;20(2):43-58.
Winter, S. (2014). Das Unbewusste sitzt im Fleisch. Einige psychoanalytisch-sozialpsychologische Überlegungen zum affective turn in der Geschlechterforschung. Freiburger Zeitschrift für Geschlechterstudien, 20(2), 43-58.
Winter, S. (2014). Das Unbewusste sitzt im Fleisch. Einige psychoanalytisch-sozialpsychologische Überlegungen zum affective turn in der Geschlechterforschung. Freiburger Zeitschrift für Geschlechterstudien 20, 43-58.
Winter, S., 2014. Das Unbewusste sitzt im Fleisch. Einige psychoanalytisch-sozialpsychologische Überlegungen zum affective turn in der Geschlechterforschung. Freiburger Zeitschrift für Geschlechterstudien, 20(2), p 43-58.
S. Winter, “Das Unbewusste sitzt im Fleisch. Einige psychoanalytisch-sozialpsychologische Überlegungen zum affective turn in der Geschlechterforschung”, Freiburger Zeitschrift für Geschlechterstudien, vol. 20, 2014, pp. 43-58.
Winter, S.: Das Unbewusste sitzt im Fleisch. Einige psychoanalytisch-sozialpsychologische Überlegungen zum affective turn in der Geschlechterforschung. Freiburger Zeitschrift für Geschlechterstudien. 20, 43-58 (2014).
Winter, Sebastian. “Das Unbewusste sitzt im Fleisch. Einige psychoanalytisch-sozialpsychologische Überlegungen zum affective turn in der Geschlechterforschung”. Freiburger Zeitschrift für Geschlechterstudien 20.2 (2014): 43-58.
Link(s) zu Volltext(en)
Access Level
Restricted Closed Access

Export

Markieren/ Markierung löschen
Markierte Publikationen

Open Data PUB

Suchen in

Google Scholar