Ein Experiment zur Koordination von Objektbezeichnungen im Dialog

Schaffranietz G, Weiß P, Pfeiffer T, Rickheit G (2007)
In: Kognitionsforschung 2007 - Beiträge zur 8. Jahrestagung der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft. Frings C, Mecklinger A, Opitz B, Pospeschill M, Wentura D, Zimmer HD (Eds); Aachen: Shaker Verlag: 41-42.

Download
Restricted Schaffranietz_et_al._KogWis2007.pdf
Konferenzbeitrag | Veröffentlicht | Deutsch
Herausgeber
; ; ; ; ;
Abstract / Bemerkung
People engaged in successful dialog have to share knowledge, e.g., when naming objects, for coordinating their actions. According to Clark (1996), this shared knowledge, the common ground, is explicitly established, particularly by negotiations. Pickering and Garrod (2004) propose with their alignment approach a more automatic and resource-sensitive mechanism based on priming. Within the collaborative research center (CRC) “Alignment in Communication” a series of experimental investigations of natural face-to-face dialogs should bring about vital evidence to arbitrate between the two positions. This series should ideally be based on a common setting. In this article we review experimental settings in this research line and refine a set of requirements. We then present a flexible design called the Jigsaw Map Game and demonstrate its applicability by reporting on a first experiment on object naming.

Treffen Personen im Dialog aufeinander, die sich nicht kennen und somit keine gemeinsame Wissensbasis für sich in Anspruch nehmen können, muss ein gemeinsamer Wissenshintergrund aufgebaut werden, auf den beide jederzeit zurückgreifen können, um zum Beispiel die Benennung von Objekten zu koordinieren. Clark (1996) bezeichnet diese Wissensbasis als Common Ground und erklärt den Aufbau dessen durch explizite Aushandlungsprozesse, bei dem die Dialogpartner ständig neue Informationen in ihr Partnermodell integrieren. Pickering & Garrod (2004, BBS) gehen in ihrem Alignment-Ansatz dagegen davon aus, dass Koordination automatisch und ressourcenschonend durch Priming entsteht und nur im Bedarfsfall auf explizite Aushandlungsprozesse zurückgegriffen wird. Es wurde ein Dialogexperiment mit dem Ziel durchgeführt, Koordinationsprozesse in unterschiedlichen Dialogbedingungen zu vergleichen. Dabei wurden, ausgehend von einer dyadischen Dialogsituation, die Faktoren Zeitdruck und unterschiedliche Wissensvoraussetzungen der Partner variiert. Vorläufig lässt sich als Ergebnis zum einen festhalten, dass es nur äußerst selten zu expliziten Aushandlungsprozessen zwischen den Partnern kommt. Des Weiteren können über die zuvor gelernten und im Experiment benutzten Objektbezeichnungen Aussagen über die Partnerorientierung im Dialog getroffen werden. Es zeigt sich, dass in der Bedingung, in der die Dialogpartner unterschiedliche Objektbezeichnungen gelernt haben, 30% aller Bezeichnungen partnerorientiert gewählt werden. Diese Ergebnisse werfen die Frage auf, ob es sich dabei um explizite Partnerorientierung oder einfache Output-Input-Koordination handelt.
Erscheinungsjahr
Titel des Konferenzbandes
Kognitionsforschung 2007 - Beiträge zur 8. Jahrestagung der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft
Seite
41-42
Konferenz
8. Jahrestagung der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft
PUB-ID

Zitieren

Schaffranietz G, Weiß P, Pfeiffer T, Rickheit G. Ein Experiment zur Koordination von Objektbezeichnungen im Dialog. In: Frings C, Mecklinger A, Opitz B, Pospeschill M, Wentura D, Zimmer HD, eds. Kognitionsforschung 2007 - Beiträge zur 8. Jahrestagung der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft. Aachen: Shaker Verlag; 2007: 41-42.
Schaffranietz, G., Weiß, P., Pfeiffer, T., & Rickheit, G. (2007). Ein Experiment zur Koordination von Objektbezeichnungen im Dialog. In C. Frings, A. Mecklinger, B. Opitz, M. Pospeschill, D. Wentura, & H. D. Zimmer (Eds.), Kognitionsforschung 2007 - Beiträge zur 8. Jahrestagung der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft (pp. 41-42). Aachen: Shaker Verlag.
Schaffranietz, G., Weiß, P., Pfeiffer, T., and Rickheit, G. (2007). “Ein Experiment zur Koordination von Objektbezeichnungen im Dialog” in Kognitionsforschung 2007 - Beiträge zur 8. Jahrestagung der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft, Frings, C., Mecklinger, A., Opitz, B., Pospeschill, M., Wentura, D., and Zimmer, H. D. eds. (Aachen: Shaker Verlag), 41-42.
Schaffranietz, G., et al., 2007. Ein Experiment zur Koordination von Objektbezeichnungen im Dialog. In C. Frings, et al., eds. Kognitionsforschung 2007 - Beiträge zur 8. Jahrestagung der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft. Aachen: Shaker Verlag, pp. 41-42.
G. Schaffranietz, et al., “Ein Experiment zur Koordination von Objektbezeichnungen im Dialog”, Kognitionsforschung 2007 - Beiträge zur 8. Jahrestagung der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft, C. Frings, et al., eds., Aachen: Shaker Verlag, 2007, pp.41-42.
Schaffranietz, G., Weiß, P., Pfeiffer, T., Rickheit, G.: Ein Experiment zur Koordination von Objektbezeichnungen im Dialog. In: Frings, C., Mecklinger, A., Opitz, B., Pospeschill, M., Wentura, D., and Zimmer, H.D. (eds.) Kognitionsforschung 2007 - Beiträge zur 8. Jahrestagung der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft. p. 41-42. Shaker Verlag, Aachen (2007).
Schaffranietz, Gesche, Weiß, Petra, Pfeiffer, Thies, and Rickheit, Gert. “Ein Experiment zur Koordination von Objektbezeichnungen im Dialog”. Kognitionsforschung 2007 - Beiträge zur 8. Jahrestagung der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft. Ed. Christian Frings, Axel Mecklinger, Betram Opitz, Markus Pospeschill, Dirk Wentura, and Hubert D. Zimmer. Aachen: Shaker Verlag, 2007. 41-42.
Volltext(e)
Name
Schaffranietz_et_al._KogWis2007.pdf
Access Level
Restricted Closed Access
Zuletzt Hochgeladen
2012-03-29T15:31:14Z

Export

Markieren/ Markierung löschen
Markierte Publikationen

Open Data PUB

Suchen in

Google Scholar