Tumorassoziierte Glykosphingolipide in Nieren- und Pankreaskarzinomen : Zielstrukturen für Adjuvanztherapien mit Lektinen

Hülsewig M (2010)
Universität Bielefeld: Universitätsbibliothek Bielefeld.

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OA
Bielefeld Dissertation | German
Author
Supervisor
Müthing, Johannes
Abstract
Tumorzellen besitzen oft ein verändertes Glykosylierungsmuster im Gegensatz zu normalen Zellen. Nicht nur Glykoproteine sondern auch Glykosphingolipide tragen zu diesem veränderten Muster bei. Sollte sich ein spezifisches GSL vermehrt auf Tumorzellen finden lassen, so wird es als tumorassoziiert bezeichnet. Im Falle von Nierenkarzinomen stellte sich heraus, dass es sich bei GSL mit CD75s- und isoCD75s-Struktur als auch bei einer gemeinsamen Vorläuferstruktur, dem nLc4Cer, um derartige tumorassoziierte GSL handelt. Eine erhöhte Expression konnte bei 30% für CD75s, bei 25% für isoCD75s und 50% für nLc4Cer bei 20 Tumorproben und zugehörigem Kontrollgewebe festgestellt werden. Die CD75s-Struktur ist aufgrund seiner Rezeptorfunktion für das toxische Mistellektin-I von Interesse, welches somit für eine Adjuvanztherapie im Falle von Nierenkarzinomen in Frage kommen könnte. Das von EHEC produzierte Shiga Toxin besitzt ebenfalls zytotoxische Wirkung, könnte sich aber beim Nierenkarzinom eher negativ auswirken, da die Rezeptormoleküle CD77 und Gb4Cer eine um 75% bzw. 85% verminderte Expression zeigten. Die Wirksamkeit des pflanzlichen Zytotoxins ML-I und seines rekombinant hergestellten Pendants rViscumin konnte anhand von Zytotoxizitätsassays bei 7 Pankreaskarzinomzelllinien veranschaulicht werden. Schon wenige ng pro mL reichen aus, um die Tumorzellen abzutöten. Somit würde sich das Lektin ML-I als Tumoradjuvanz eignen, vorrausgesetzt die Tumorzellen überexpremieren ein GSL mit CD75s-Struktur.er Nachweis der GSL wurde mit Hilfe von Dünschichtchromatographie (HPTLC), proteinspezifischen Bindungsassays (Overlay-Assay) und massenspektrometrischen Nachweisverfahren (nanoESI Q-Tof und IR-MALDI-o-Tof) erzielt. Allerdings reicht die einfache DC für langkettige GSL nicht aus. Daher wurde eine Methode entwickelt, die sich die Trennleistung der Automatisierten Mehrfachromatographie zu Nutze macht, um auch solcher Art GSL voneinander zu trennen, sie mittels Antikörpern zu detektieren und anschließend massenspektrometrisch charakterisieren zu können.
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Hülsewig M. Tumorassoziierte Glykosphingolipide in Nieren- und Pankreaskarzinomen : Zielstrukturen für Adjuvanztherapien mit Lektinen. Universität Bielefeld: Universitätsbibliothek Bielefeld; 2010.
Hülsewig, M. (2010). Tumorassoziierte Glykosphingolipide in Nieren- und Pankreaskarzinomen : Zielstrukturen für Adjuvanztherapien mit Lektinen. Universität Bielefeld: Universitätsbibliothek Bielefeld.
Hülsewig, M. (2010). Tumorassoziierte Glykosphingolipide in Nieren- und Pankreaskarzinomen : Zielstrukturen für Adjuvanztherapien mit Lektinen. Universität Bielefeld: Universitätsbibliothek Bielefeld.
Hülsewig, M., 2010. Tumorassoziierte Glykosphingolipide in Nieren- und Pankreaskarzinomen : Zielstrukturen für Adjuvanztherapien mit Lektinen, Universität Bielefeld: Universitätsbibliothek Bielefeld.
M. Hülsewig, Tumorassoziierte Glykosphingolipide in Nieren- und Pankreaskarzinomen : Zielstrukturen für Adjuvanztherapien mit Lektinen, Universität Bielefeld: Universitätsbibliothek Bielefeld, 2010.
Hülsewig, M.: Tumorassoziierte Glykosphingolipide in Nieren- und Pankreaskarzinomen : Zielstrukturen für Adjuvanztherapien mit Lektinen. Universitätsbibliothek Bielefeld, Universität Bielefeld (2010).
Hülsewig, Marcel. Tumorassoziierte Glykosphingolipide in Nieren- und Pankreaskarzinomen : Zielstrukturen für Adjuvanztherapien mit Lektinen. Universität Bielefeld: Universitätsbibliothek Bielefeld, 2010.
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