Apokoinukonstruktionen : empirische Untersuchung ihrer Verwendung in aufgabenorientierten Dialogen und Diskussion ihrer grammatischen Modellierbarkeit in einer Unifikationsgrammatik

Poncin K (2000)
Bielefeld (Germany): Bielefeld University.

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Bielefeld Dissertation | German
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Apokoinus sind syntaktische Konstruktionen, bei denen ein Teil eines begonnenen Satzes als Anfang für eine zweite satzwertige Teilkonstruktion verwandt wird, ohne diesen Teil nochmals zu realisieren. Diese Konstruktionen bestehen also aus zwei Teilkonstruktionen, denen ein Teil der Konstruktion - das Koinon - gemeinsam ist, zum Beispiel: Ich habe im Moment auf der rechten Seite habe ich meine zwei Würfel. Grobe Gliederung: In der vorliegenden Arbeit geht es nach einer Aufarbeitung des Forschungsstandes zu Apokoinus (Teil 1) zum einen um die empirische Untersuchung ihrer Verwendung in aufgabenorientierten Dialogen (Teil 2), spezieller um ihre syntaktische Klassifikation und die Ermittlung von kommunikativen Funktionen der Konstruktion. Die Überlegungen zur kommunikativen Funktion werden am Schluss des zweiten Teils systematisch vor dem Hintergrund der Reparatur- sowie der Verständigungstheorie diskutiert. Zum anderen wird ihre grammatische Modellierbarkeit in einer constraint-basierten lexikalisierten Unifikationsgrammatik wie der HPSG erörtert (Teil 3). Alle untersuchten Stellen werden im Anhang in dreierlei Form bereitgestellt: Ausgangstranskription, Transkription mit prosodischer Annotation nach GAT sowie die in dem Dialogkontext plausiblen grammatischen Analysen. Zentrale Aspekte der Arbeit: Begriffsverwendung: Der Apokoinubegriff wird in der bestehenden Literatur heterogen verwandt. Identifikation: Es wird ein schrittweises Verfahren vorgestellt, mit dem man in konkreten Dialogen Apokoinukonstruktionen identifizieren kann; neben syntaktischen Charakteristika spielen dabei unter anderem die prosodische Gestaltung und der situative und dialogische Kontext eine Rolle. Kommunikative Funktionen: Anders als von Scheutz (1992) behauptet, werden Apokoinus weniger zu Reparaturzwecken als in Folge von Reparaturenprozessen zur Stabilisierung eingesetzt. Eine weitere Funktion ist ein Wechsel der Perspektive von der ersten zur zweiten Teilkonstruktion, z.B. von partner- zu egozentrierter Formulierung. Grammatische Modellierung: Derzeit lassen sich Apokoinus nicht in der HPSG analysieren und modellieren; dazu wären grundlegende Erweiterungen vonnöten. Zwei solche Erweiterungsmöglichkeiten werden knapp skizziert.
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Poncin K. Apokoinukonstruktionen : empirische Untersuchung ihrer Verwendung in aufgabenorientierten Dialogen und Diskussion ihrer grammatischen Modellierbarkeit in einer Unifikationsgrammatik. Bielefeld (Germany): Bielefeld University; 2000.
Poncin, K. (2000). Apokoinukonstruktionen : empirische Untersuchung ihrer Verwendung in aufgabenorientierten Dialogen und Diskussion ihrer grammatischen Modellierbarkeit in einer Unifikationsgrammatik. Bielefeld (Germany): Bielefeld University.
Poncin, K. (2000). Apokoinukonstruktionen : empirische Untersuchung ihrer Verwendung in aufgabenorientierten Dialogen und Diskussion ihrer grammatischen Modellierbarkeit in einer Unifikationsgrammatik. Bielefeld (Germany): Bielefeld University.
Poncin, K., 2000. Apokoinukonstruktionen : empirische Untersuchung ihrer Verwendung in aufgabenorientierten Dialogen und Diskussion ihrer grammatischen Modellierbarkeit in einer Unifikationsgrammatik, Bielefeld (Germany): Bielefeld University.
K. Poncin, Apokoinukonstruktionen : empirische Untersuchung ihrer Verwendung in aufgabenorientierten Dialogen und Diskussion ihrer grammatischen Modellierbarkeit in einer Unifikationsgrammatik, Bielefeld (Germany): Bielefeld University, 2000.
Poncin, K.: Apokoinukonstruktionen : empirische Untersuchung ihrer Verwendung in aufgabenorientierten Dialogen und Diskussion ihrer grammatischen Modellierbarkeit in einer Unifikationsgrammatik. Bielefeld University, Bielefeld (Germany) (2000).
Poncin, Kristina. Apokoinukonstruktionen : empirische Untersuchung ihrer Verwendung in aufgabenorientierten Dialogen und Diskussion ihrer grammatischen Modellierbarkeit in einer Unifikationsgrammatik. Bielefeld (Germany): Bielefeld University, 2000.
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