Schnittstelle ambulante/stationäre Versorgung aus Sicht der Krankenhausärzte

Schulze Raestrup U (2003)
Bielefeld (Germany): Bielefeld University.

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OA
Bielefeld Dissertation | German
Author
Supervisor
Güntert, Bernhard J. (Prof. Dr.)
Abstract
Die vorliegende Studie bezieht sich auf die Zeit, als die Gesundheitsreform 2000 im Zentrum der Auseinandersetzung über die Neugestaltung des Gesundheitssystems stand. Hierbei wurden große Hoffnungen auf eine Vernetzung der Leistungsanbieter gesetzt. Mit dem § 140 a-e SGB V sind erstmals die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen worden, eine Brücke zwischen diesen Versorgungssektoren zu errichten. Im ersten Teil der Arbeit wird diesen theoretischen Ansätzen eines zukünftigen Gesundheitssystems nachgegangen. In diesem Zusammenhang muss aber die Frage gestellt werden, wie sich die Schnittstelle zwischen den beiden Versorgungssektoren zur Zeit darstellt. Da es mehrere Studien aus der Sicht der einweisenden Ärzte gibt, soll hier die Sichtweise der Krankenhausärzte im Vordergrund stehen. Bei Studienbeginn lag kein adäquates Untersuchungsinstrument vor, so dass ein entsprechendes Untersuchungsinstrument entwickelt wurde. Dieser Punkt stellt ein wesentliches Kernziel dieser Arbeit dar, da davon auszugehen ist, dass gerade die Schnittstelle zwischen ambulantem und stationärem Bereich in Zukunft eine wesentliche Bedeutung erlangen wird. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sie aus mehreren Dimensionen besteht, die zunächst theoretisch erarbeitet werden mussten. Das "multiattributive Messinstrument", das aus einer Vielzahl bewerteter Einzelmerkmale ein globales Qualitätsurteil generiert, wird angewendet. Dieser standardisierte Teil ist mit der Möglichkeit der freien Meinungsäußerung zu kombinieren, da die Befragenden als Health Professionals durch ihre Kommentare einen wesentlichen Input in die Untersuchung geben können. Insgesamt führten diese Überlegungen dazu, einen halb-standardisierten Fragebogen zu verwenden. Nach der Entwicklung des Fragebogens wurde eine Befragung durchgeführt, indem dieser den Ärzten aus fünf Krankenhäusern vorgelegt wird. In einem ersten Schritt galt es, die o.g. Dimensionen anhand der Ergebnisse zu überprüfen. Dabei zeigte sich, dass die zunächst definierten Dimensionen durch die entsprechenden Items nicht abgebildet wurden. Es mussten neue Dimensionen definiert und die Items diesen neu zugeordnet werden. Insgesamt konnten anhand der Datenlage vier neue Dimensionen generiert werden: "Interpersonale Ebene", "Konkurrenzverhalten", "Überweisungsqualität" und "Erwartungen an die Zusammenarbeit". Es zeigte sich, dass einige Items nicht in das Gesamtkonzept dieser neuen Dimensionen zu integrieren waren, so dass zu deren Identifizierung eine Systematik entwickelt wurde, um sie dann zu eliminieren. Des Weiteren zeigten sich fachspezifische Unterschiede, so dass die Dimensionen teilweise an einzelne Fachabteilungen adaptiert wurden, bzw. einige Fachrichtungen nicht zur Auswertung kamen. Letztlich konnten nur die Ergebnisse der Krankenhausärzte aus den Fachabteilungen "Innere Medizin", "Chirurgie" und "Gynäkologie" ausgewertet werden. Nach der Definition der Dimensionen bzw. dem Ausschluss von nichttauglichen Fragen wurden die eigentlichen Messwerte berechnet. Es wurde der Durchschnittswert der Items einer entsprechenden Dimension erhoben. Nach der Darstellung der Gesamtergebnisse wurden Untergruppen des Gesamtkollektivs miteinander verglichen. Dabei wurden einerseits die verschiedenen Fachabteilungen eines Krankenhauses und andererseits die gleichen Fachabteilungen der verschiedenen Krankenhäuser miteinander verglichen. Bei der Betrachtung der Ergebnisse der gesamten Stichprobe zeigte sich, dass die Dimensionen "Interpersonale Ebene", "Konkurrenzsituation" und "Überweisungsqualität" in einem indifferenten Wertebereich lagen. Damit ist für diese drei Dimensionen zu postulieren, dass die Schnittstelle zwischen ambulantem und stationärem Bereich für die Befragten von untergeordnetem Interesse war. Es entsteht somit der Eindruck, dass eine Zusammenarbeit im wesentlichen nicht existiert. Lediglich im Bereich "Erwartungen an die Zusammenarbeit", in dem eher zukunftsorientierte Items zu finden sind, konnte eine hohe Erwartungshaltung festgestellt werden. Trotz dieser indifferenten Ergebnisse bei der Beurteilung der Ergebnisse der gesamten Stichprobe ist davon auszugehen, dass es sich um ein valides Messinstrument handelt, welches lediglich einer Überarbeitung bedarf. Dies ist daraus abzuleiten, dass bei der Auswertung der Ergebnisse bei den Untergruppen nachvollziehbare Unterschiede herausgearbeitet werden können. Die fachspezifische Literatur zum Kommunikationsverhalten der genannten Bereiche spiegelt diese Ergebnisse ebenfalls wider.
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Schulze Raestrup U. Schnittstelle ambulante/stationäre Versorgung aus Sicht der Krankenhausärzte. Bielefeld (Germany): Bielefeld University; 2003.
Schulze Raestrup, U. (2003). Schnittstelle ambulante/stationäre Versorgung aus Sicht der Krankenhausärzte. Bielefeld (Germany): Bielefeld University.
Schulze Raestrup, U. (2003). Schnittstelle ambulante/stationäre Versorgung aus Sicht der Krankenhausärzte. Bielefeld (Germany): Bielefeld University.
Schulze Raestrup, U., 2003. Schnittstelle ambulante/stationäre Versorgung aus Sicht der Krankenhausärzte, Bielefeld (Germany): Bielefeld University.
U. Schulze Raestrup, Schnittstelle ambulante/stationäre Versorgung aus Sicht der Krankenhausärzte, Bielefeld (Germany): Bielefeld University, 2003.
Schulze Raestrup, U.: Schnittstelle ambulante/stationäre Versorgung aus Sicht der Krankenhausärzte. Bielefeld University, Bielefeld (Germany) (2003).
Schulze Raestrup, Ulrich. Schnittstelle ambulante/stationäre Versorgung aus Sicht der Krankenhausärzte. Bielefeld (Germany): Bielefeld University, 2003.
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