Regulation von B-Zell-Signalprozessen durch das Latente Membranprotein 2A des Epstein-Barr-Virus

Yigit G (2008)
Bielefeld (Germany): Bielefeld University.

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Bielefeld Dissertation | German
Author
Supervisor
Wienands, Jürgen (Prof. Dr.)
Abstract
Das onkogene Epstein-Barr-Virus (EBV), der Erreger der infektiösen Mononukleose, gehört zur Gruppe der humanpathogenen [gamma]-Herpesviren. Durch Etablierung eines latenten Zustands, in dem keine infektiösen Viruspartikel gebildet werden, kann das Virus seiner vollständigen Eliminierung durch das Immunsystem entgehen und im Organismus persistieren. EBV etabliert die Latenz in einer Population ruhender B-Gedächtniszellen, aus denen es reaktiviert werden kann und den lytischen Zyklus initiieren kann. Das Latente Membranprotein (LMP) 2A von EBV ist der Lage, Signalleitungsprozesse in B-Zellen zu beeinflussen. Bisherige Untersuchungen der LMP2A-vermittelten Signalleitung stützen sich überwiegend auf in vitro mit EBV infizierte, sogenannte Lymphoblastoide Zelllinien (LCLs). In LCLs induziert die Expression von LMP2A die konstitutive Phosphorylierung BCR-proximaler Signalproteine und inhibiert gleichzeitig die BCR-abhängige Ca2+-Mobilisierung. Allerdings exprimieren LCLs weitere EBV-codierte Proteine, so dass sich die isolierte Funktion von LMP2A in diesem Zellsystem nicht eindeutig bestimmen lässt. Im Rahmen dieser Arbeit sollte die LMP2A-vermittelte Signalleitung in B-Lymphocyten in statu nascendi und unabhängig von weiteren viralen Proteinen untersucht werden. Dazu wurde ein Cre/loxP-basiertes Expressionssystem zur Analyse der LMP2A-Signalleitung in DT40 B-Lymphocyten verwendet, das es erlaubt, die Expression von LMP2A gezielt zu regulieren. Mit Hilfe dieses Systems konnte nachgewiesen werden, dass LMP2A ligandenunabhängig BCR-proximale Signalwege aktivieren kann. Die Aktivierung beschränkt sich dabei nicht wie in LCLs auf membrannahe Signalprozesse wie die Phosphorylierung der Signalproteine Lyn, Syk und SLP-65, sondern umfasst auch die Aktivierung von PLC-[gamma]2, einem Schlüsselenzym der cytosolischen Ca2+-Mobilisierung. Die Expression von LMP2A induziert Oszillationen der intrazellulären Ca2+-Konzentration, die zur Aktivierung der Transkriptionsfaktoren NFAT und NF-kB führen. Diese konstitutive Signalleitung durch LMP2A ist abhängig von der Membrantopologie des cytosolischen N-Terminus. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass diese durch LMP2A vermittelten Signale die Aktivierung des EBV-Promotors pZ induzieren und so zur Initiation des lytischen Replikationszyklus von EBV beitragen können.
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Yigit G. Regulation von B-Zell-Signalprozessen durch das Latente Membranprotein 2A des Epstein-Barr-Virus. Bielefeld (Germany): Bielefeld University; 2008.
Yigit, G. (2008). Regulation von B-Zell-Signalprozessen durch das Latente Membranprotein 2A des Epstein-Barr-Virus. Bielefeld (Germany): Bielefeld University.
Yigit, G. (2008). Regulation von B-Zell-Signalprozessen durch das Latente Membranprotein 2A des Epstein-Barr-Virus. Bielefeld (Germany): Bielefeld University.
Yigit, G., 2008. Regulation von B-Zell-Signalprozessen durch das Latente Membranprotein 2A des Epstein-Barr-Virus, Bielefeld (Germany): Bielefeld University.
G. Yigit, Regulation von B-Zell-Signalprozessen durch das Latente Membranprotein 2A des Epstein-Barr-Virus, Bielefeld (Germany): Bielefeld University, 2008.
Yigit, G.: Regulation von B-Zell-Signalprozessen durch das Latente Membranprotein 2A des Epstein-Barr-Virus. Bielefeld University, Bielefeld (Germany) (2008).
Yigit, Gökhan. Regulation von B-Zell-Signalprozessen durch das Latente Membranprotein 2A des Epstein-Barr-Virus. Bielefeld (Germany): Bielefeld University, 2008.
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