Kooperative Textproduktion : zur gemeinsamen Herstellung wissenschaftlicher Texte im Vergleich von ungeübten, fortgeschrittenen und sehr geübten SchreiberInnen

Lehnen K (2000)
Bielefeld (Germany): Bielefeld University.

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Bielefeld Dissertation | German
Author
Supervisor
Dausendschön-Gay, Ulrich (PD Dr.)
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Was kennzeichnet wissenschaftliche Schreibkompetenz und wie manifestiert sie sich im Produktionsprozess? An welchen Normen orientieren sich SchreiberInnen beim Formulieren und welche Darstellungsstrategien machen sie sich zu eigen? Eine Möglichkeit, etwas darüber herauszubekommen, ist die Untersuchung kooperativer Textproduktionen. Dabei handelt es sich um Situationen, in denen mindestens zwei Personen gemeinsam einen Text planen, schreiben und/oder überarbeiten. Das Besondere ist, dass Prozesse, die beim individuellen Schreiben stillschweigend vollzogen werden, beim gemeinsamen Schreiben verbalisiert und zwischen den SchreibpartnerInnen ausgehandelt werden müssen. Die Schreibinteraktionen werden auf Tonband oder Video aufgezeichnet und verschriftlicht. Die verschriftlichten Gesprächsaufnahmen bilden die Datengrundlage der Untersuchung von Schreibprozessen. Gegenstand der vorliegenden Arbeit sind kooperative Textproduktionsprozesse beim wissenschaftlichen Schreiben. Es wird versucht, wie ungeübte, fortgeschrittene und sehr geübte TextproduzentInnen Schreibaufgaben in Abhängigkeit von ihrer Schreibexpertise, ihrer Kooperationserfahrung und in Abhängigkeit von dem geforderten Texttyp lösen. Die Arbeit ist innerhalb der linguistischen, empirisch orientierten Schreibforschung (Schwerpunkt Formulierungstheorie) anzusiedeln. Konversationsanalytische Verfahren der Datenbearbeitung bilden die Analysemethode. Neben den Gesprächstranskripten bilden die entstandenen Textmanuskripte das Untersuchungskorpus der Arbeit. Der Gegenstand 'kooperative Textproduktion' wird auch unter schreibdidaktischer Perspektive betrachtet und - ähnlich wie im U.S.-amerikanischen Forschungskontext das 'Collaborative Writing' - als Methode diskutiert, die die Reflexion von Schreibprozessen und den Erwerb von Schreibkompetenz besonders begünstigen kann. Die Untersuchung stützt sich auf zwei Typen von Daten: semi-natürliche und semi-experimentelle Daten. Die semi-natürlichen Daten wurden in einem Seminar für StudienanfängerInnen erhoben, in dem die TeilnehmerInnen die Aufgabe hatten, verschiedene wissenschaftliche Texte zu schreiben (z.B. Thesenpapiere, Zusammenfassungen, Textanalysen, kurze Artikel, Textüberarbeitungen). Ihre gemeinsamen Formulierungsanstrengungen wurden auf Tonband aufgezeichnet. Mit dem Interesse, den Einfluss von Schreib- und Kooperationserfahrung auf den Textproduktionsprozess genauer zu bestimmen, wurden in einem Experiment fünf Schreibpaare untersucht, die auf Grund ihrer formalen Qualifikation als fortgeschrittene oder auch sehr geübte SchreiberInnen eingestuft werden konnten und die im Arbeitsalltag gemeinsame Kooperationserfahrung besaßen (StudentInnen im Hauptstudium, wissenschaftliche MitarbeiterInnen, ProfessorInnen). Ihnen wurde die Aufgabe gestellt, einen wissenschaftlichen Artikel zusammenzufassen - die gleiche Aufgabe war auch im Seminar vergeben worden. Die Schreibinteraktionen wurden auf Video aufgezeichnet. Die Arbeit ist wie folgt aufgebaut: Nach einer Einleitung in Thema, Fragestellung und Untersuchungsdesign (Kap. 1) beginnt die Arbeit mit einer Fallstudie zum gemeinsamen Schreiben einer Zusammenfassung, in der die Untersuchungsaspekte der Arbeit exemplarisch herausgearbeitet werden (Kap. 2). Die Ergebnisse werden im Hinblick auf Theorien und Modelle der Schreibforschung reflektiert (Kap. 3). Die Beobachtungen der Fallstudie werden in den Folgekapiteln einem Vergleich verschiedener Schreibkooperationen unterzogen. Diese Aspekte betreffen zum einen die Kooperationsmodalitäten, die bei der gemeinsamen Lösung der Schreibaufgabe zwischen den Beteiligten erwachsen (Herstellung gemeinsamer Voraussetzungen, Aufgaben- und Zuständigkeitsverteilung, Kooperationsstrategien) (Kap. 4). Sie betreffen zum anderen die Formulierungsaktivitäten der TextproduzentInnen, durch die sukzessive ein gemeinsames Textprodukt entsteht (Kap. 5). Im abschließenden Kapitel werden die Ergebnisse der Untersuchung unter schreibdidaktischer Perspektive betrachtet und im Hinblick auf die Frage diskutiert, wie sich erfolgreiche Schreib- und Kooperationsstrategien in der wissenschaftlichen Schreiblehre vermitteln lassen (Kap. 6).
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Lehnen K. Kooperative Textproduktion : zur gemeinsamen Herstellung wissenschaftlicher Texte im Vergleich von ungeübten, fortgeschrittenen und sehr geübten SchreiberInnen. Bielefeld (Germany): Bielefeld University; 2000.
Lehnen, K. (2000). Kooperative Textproduktion : zur gemeinsamen Herstellung wissenschaftlicher Texte im Vergleich von ungeübten, fortgeschrittenen und sehr geübten SchreiberInnen. Bielefeld (Germany): Bielefeld University.
Lehnen, K. (2000). Kooperative Textproduktion : zur gemeinsamen Herstellung wissenschaftlicher Texte im Vergleich von ungeübten, fortgeschrittenen und sehr geübten SchreiberInnen. Bielefeld (Germany): Bielefeld University.
Lehnen, K., 2000. Kooperative Textproduktion : zur gemeinsamen Herstellung wissenschaftlicher Texte im Vergleich von ungeübten, fortgeschrittenen und sehr geübten SchreiberInnen, Bielefeld (Germany): Bielefeld University.
K. Lehnen, Kooperative Textproduktion : zur gemeinsamen Herstellung wissenschaftlicher Texte im Vergleich von ungeübten, fortgeschrittenen und sehr geübten SchreiberInnen, Bielefeld (Germany): Bielefeld University, 2000.
Lehnen, K.: Kooperative Textproduktion : zur gemeinsamen Herstellung wissenschaftlicher Texte im Vergleich von ungeübten, fortgeschrittenen und sehr geübten SchreiberInnen. Bielefeld University, Bielefeld (Germany) (2000).
Lehnen, Katrin. Kooperative Textproduktion : zur gemeinsamen Herstellung wissenschaftlicher Texte im Vergleich von ungeübten, fortgeschrittenen und sehr geübten SchreiberInnen. Bielefeld (Germany): Bielefeld University, 2000.
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