Erwartungen an Wirtschaft und Gesellschaft

Liebig S, May M, Sauer C, Schneider S, Valet P (2014)
SFB 882.

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Abstract
Die Befragung „Erwartungen an Wirtschaft und Gesellschaft“ wurde im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereichs 882 „Von Heterogenitäten zu Ungleichheiten“ im Teilprojekt A6 „Die Legitimation von Ungleichheiten? Strukturelle Bedingungen von Gerechtigkeitseinstellungen über den Lebensverlauf“ durchgeführt. In diesem Teilprojekt wird untersucht, (a) unter welchen Bedingungen Ungleichheiten als Gerechtigkeitsprobleme wahrgenommen werden und (b) welche Bedeutung die Einbindung in unterschiedliche soziale Kontexte für die Ausbildung von Gerechtigkeitseinstellungen über den Lebensverlauf hat. Wir gehen davon aus, dass Personen Ungleichheiten unter dem Aspekt der Gerechtigkeit bewerten und bestimmte Gerechtigkeitseinstellungen deshalb vertreten, weil und solange dies für die Realisierung ihrer grundlegenden Ziele und zur Lösung von solchen Problemen förderlich ist, die sich insbesondere aus der Zusammenarbeit mit anderen (Kooperationsbeziehungen) ergeben. Gerechtigkeitseinstellungen gelten deshalb weder als über den Lebensverlauf zwingend stabile Orientierungen noch als kurzfristige Meinungen, die beständig an die situativen Interessen angepasst werden. Sie sind stattdessen von den Lern- und Vergleichsmöglichkeiten in unterschiedlichen Phasen des Lebensverlaufs geprägt und deshalb weitgehend stabile aber auch veränderbare Einstellungen. Ziel dieses Projektes ist es, auf der Grundlage von längsschnittlichen Umfragedaten erklären zu können, warum Menschen bestimmte inhaltliche Gerechtigkeitsvorstellungen haben. Als entscheidend werden dabei die u.U. wechselnden sozialen Kontexte – insbesondere Haushalte, soziale Netzwerke oder Betriebe – angesehen, in denen Personen über ihren Lebensverlauf eingebunden sind. Denn soziale Kontexte vermitteln Möglichkeiten des sozialen Vergleichs und des sozialen Lernens, die für die Ausbildung bestimmter Gerechtigkeitseinstellungen entscheidend sind. Um dies empirisch überprüfen zu können wird eine eigenständige Langfristbefragung (Panel) durchgeführt (geplant: dieselben Personen werden über einen Zeitraum von 11 Jahren drei mal befragt).
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Liebig S, May M, Sauer C, Schneider S, Valet P. Erwartungen an Wirtschaft und Gesellschaft. SFB 882; 2014.
Liebig, S., May, M., Sauer, C., Schneider, S., & Valet, P. (2014). Erwartungen an Wirtschaft und Gesellschaft. SFB 882.
Liebig, S., May, M., Sauer, C., Schneider, S., and Valet, P. (2014). Erwartungen an Wirtschaft und Gesellschaft. SFB 882.
Liebig, S., et al., 2014. Erwartungen an Wirtschaft und Gesellschaft, SFB 882.
S. Liebig, et al., Erwartungen an Wirtschaft und Gesellschaft, SFB 882, 2014.
Liebig, S., May, M., Sauer, C., Schneider, S., Valet, P.: Erwartungen an Wirtschaft und Gesellschaft. SFB 882 (2014).
Liebig, Stefan, May, Meike, Sauer, Carsten, Schneider, Simone, and Valet, Peter. Erwartungen an Wirtschaft und Gesellschaft. SFB 882, 2014.
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